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SOS - Sicherheit ohne Stalking

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7 Jahre SOS-Stalking!


Whoohoo… 7 Jahre SOS-Stalking!! Ich kann es kaum glauben! So viele H├Âhen und Tiefen, menschliche Begegnungen, Tr├Ąnen, gemeinsame Erfolge und so vieles mehr! Die Jahre sind verflogen… und gleichzeitig f├╝hlt es sich so an, als w├Ąre mein Baby nun ein Kleinkind geworden. Wow.

Danke, dass ihr mich auf dieser spannenden Reise begleitet, die so vielen Frauen Halt & Hoffnung gibt. Und Danke, dass ihr an meiner Seite steht, was MIR immer wieder Halt und Hoffnung gibt!

Whoohoo… 7 years of SOS-Stalking! I can hardly believe it! So many highs & depths, human encounters, tears shared successes and so much more! The years have flown by… and at the same time it feels like my baby has now become a toddler. Wow.

Thank you for joining me on this exciting journey that gives strength & hope to so many women. And thank you for standing by my side which gives ME support & hope again and again!

Mordprozess in Leipzig

Im Juli 2022 fand in Leipzig ein Mordprozess statt. Der Angeklagte Markus W. und Dorin lernten sich ├╝ber eine Dating-App kennen und nur 5 Monate sp├Ąter erw├╝rgte er sie mit seinen blo├čen H├Ąnden in ihrer Wohnung. Diese brutalte Tat gestand der M├Ârder am ersten Prozesstag unter Tr├Ąnen, w├Ąhrend er am ganzen K├Ârper zitterte. Unsere Gr├╝nderin und Inhaberin Sandra Cegla ist davon jedoch wenig beeindruckt. „Das sind echte Emotionen. Aber er weint nicht um sie. Er weint um sich selbst.“

Was war geschehen? Die beiden lernten sich kennen, hatten wenige Dates, unterhielten eine fl├╝chtige sexuelle Beziehung. F├╝r sie war schnell klar: Eine feste Partnerschaft will sie mit ihm nicht. Nach wenigen Treffen, bei denen auch ihre Freundinnen Markus W. kennenlernten, erkl├Ąrte sie ihm, dass ├╝ber eine fl├╝chtige Beziehung nichts weiter entstehen werde – und lie├č den Kontakt ausschleichen. Was sie nicht wu├čte: Dies war ihr Todesurteil.

„Wir sa├čen n├Ąchtelang zusammen auf dem Balkon. Aber er konnte sich noch nicht einmal auf das Gespr├Ąch mit mir konzentrieren. Er starrte wie besessen auf sein Handy, konnte nicht verstehen, dass sie nicht antwortete. Sah im Sekundentakt auf ihren Whatsapp-Status, ob sie online war. Er war wirklich besessen von ihr. Als die Polizei bei mir geklingelt hat, wusste ich, dass was Schlimmes passiert ist.“ berichtete seine Nachbarin im Zeugenstand bei Gericht.

Dorin ahnte nicht, wie sehr er mittlerweile in der Obsession gefangen war, und lie├č sich auf eine vermeintlich letzte Aussprache ein, bei der es eigentlich nichts mehr zu besprechen gab. Er besuchte sie in ihrer Wohnung und gestand ihr erneut seine Liebe. Als sie ihm offenbarte, dass sie sich in einen anderen Mann verliebt hat, mit dem sie sich eine Zukunft w├╝nscht, verlor Markus W. die Fassung. Er schlug sie zu Boden und st├╝rzte sich auf sie. Mit blo├čen H├Ąnden w├╝rgte er sie so lange, bis das Leben aus ihr gewichen war.

Die Freundinnen von Dorin, die alle als Zeuginnen geladen waren, beschrieben sie als freundliche, lebensfrohe und aufgeschlossene Frau, die eine gro├če L├╝cke hinterl├Ąsst. Markus W. wurde zu einer lebenslangen Haft verurteilt.

Wir sind in aufrichtiger Anteilnahme in Gedanken bei den Angeh├Ârigen und Hinterbliebenen von Dorin.

Gleichzeitig hat dieser Fall f├╝r uns das Bewusstsein gesch├Ąrft, dass der Zusammenhang zwischen Stalking und T├Âtung doch gr├Â├čer zu sein scheint, als uns aktuell in Deutschland bewusst ist. Jeden 2. – 3. Tag wird in Deutschland eine Frau durch die Hand ihres Mannes oder Exmannes get├Âtet. In wie vielen F├Ąllen es zuvor Stalking gegeben hat, wissen wir nicht, weil diese Zahlen nicht erhoben werden. Im Fall Dorin hat es zweifelsohne kriminalpsychologisch Stalking gegeben, polizeilich war es aber nicht angezeigt.

Wir finden, diese Zahlen m├╝ssen dringend erhoben werden, auch wenn es keine Anzeige gab, damit wir eine Grundlage f├╝r polizeiliche und politische Konzepte f├╝r die Stalking-Intervention Deutschlands erstellen k├Ânnen.

Verbrechen von Nebenan

Auf WOW ist die 2 TV-Staffel von Verbrechen von Nebenan verf├╝gbar. In der Folge vom 07.04.2022 geht es um den Tod der Britischen Million├Ąrserbin Anna R.. Ihr tragischer Tod steht im Zusammenhang mit ihrem Lebensgef├Ąhrten, einem deutschen T├╝rsteher und Bodybuilder. Besonders brisant dabei ist seine Behauptung bei Gericht, es habe sich um einen Sexunfall gehandelt.

Er bedient sich bei der Verteidigung der sogenannten „Fifty-Shades-of-Gray-Defense“, bei der er behauptet, sie habe W├╝rgespiele und Gewalt in der Sexualit├Ąt gemocht. Diese seien aus dem Ruder gelaufen und h├Ątten am Ende versehentlich zu ihrem Tod gef├╝hrt.

Wie der Richter entschieden hat und wie die Tat im Detail abgelaufen ist, k├Ânnt Ihr bei https://www.wowtv.de/ ansehen.

Stalking an den Feiertagen – Live Talk

Wenn Sie oder eine Angeh├Ârige von Ihnen von Stalking betroffen sind oder waren, dann wissen Sie, wie gro├č die emotionale Belastung ist, die allgemein von Nachstellung ausgeht. Besonders jedoch an den Feiertagen kann dies nun zu einer wirklichen Zerrei├čprobe werden. Denn: Wie gehen Sie nun mit Ihren eigenen Sorgen und ├ängsten um? Was, wenn Sie das Weihnachtsfest durch Ihre Geschichte f├╝r die gesamte Familie ruinieren? An wen wenden Sie sich, wenn der Stalker pl├Âtzlich vor der T├╝r steht?

Silja hat Stalking erlebt und sich besonders vor einem Jahr an Weihnachten genau diese Fragen gestellt. Sie wird uns im Live-Talk von Ihren Erfahrungen berichten, ihre wichtigsten Learnings mit uns teilen und anschlie├čend Ihre Fragen im Chat beantworten.

Sandra Cegla wird hilfreiche Tipps aus der Stalking-Intervention geben und Ihre Fragen beantworten!

Folgen Sie uns bei Instagram unter „Sandra Cegla“ und bei Facebook auf unserer Seite „SOS-Stalking“.

Wir freuen uns auf Sie!

Cyberstalking steht jetzt unter Strafe!

Zum 01. Oktober 2021 ist eine Gesetzes├Ąnderung zur Strafbarkeit von Stalking in Kraft getreten. Der ┬ž 238 StGB (Strafgesetzbuch) wurde novelliert, um die H├╝rde der Strafbarkeit herab zu setzen.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

Cyberstalking steht nun ausdr├╝cklich unter Strafe!

Die maximale Freiheitsstrafe von 3 Jahren wurde auf 5 Jahre angehoben.

Durch die ├änderung der Tatbestandsmerkmale „wiederholt“ (ersetzt „beharrlich“) und „nicht unerheblich“ (ersetzt „schwerwiegend“) soll die H├╝rde der Strafbarkeit herabgesetzt werden.

Aktuell liegen die Herausforderungen der Strafbarkeit von Stalking in der Gerichtspraxis. Oft fehlen eindeutige Beweise und durch die kriminalpsychologisch bedingt „besondere“ Sichtweise des Stalkers steht bei Gericht oft Aussage gegen Aussage. Aktuell legt die Verurteilungsrate von Stalking in Deutschland bei unter 10 %.

Unser Fazit: Eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung. Nun bleibt es abzuwarten, wie sich diese neuen Regelungen in der Praxis bew├Ąhren.

Hier k├Ânnen Sie den gesamten Gesetzestext nachlesen.

Wir ziehen um!

Ab 1.10.2021 finden Sie uns am Berliner Hauptbahnhof

SOS-Stalking zieht vom Berliner Alexanderplatz an den Berliner Hauptbahnhof

Ab Oktober finden Sie uns am Berliner Hauptbahnhof. Wir ziehen ins EDGE und freuen uns auf eine ganz neue Arbeits- und Beratungsatmosph├Ąre. Wir freuen uns, Sie dort willkommen zu hei├čen!

Unsere neue Postanschrift lautet:

SOS-Stalking, c/o EDGE Grand Central Berlin, Invalidenstra├če 65, 10557 Berlin,

Tipps von Sandra Cegla

Stalking-Serie in der Nordsee-Zeitung

Sandra Cegla im Interview mit der Nordsee-Zeitung ├╝ber Stalking

Stalking bleibt ein gesellschaftlich relevantes Thema, das immer wieder besprochen werden muss. Der Nordsee-Kurier hat eine Serie ├╝ber Stalking ver├Âffentlicht und daf├╝r auch mit unserer Gr├╝nderin gesprochen.

Im Interview mit der Nordsee-Zeitung spricht Sandra Cegla ├╝ber Stalking: Hintergr├╝nde, Erscheinungsformen, Cyber-Stalking und wie Sie sich sch├╝tzen k├Ânnen.

Lesen Sie hier den Artikel.

Sandra Cegla im SWR1 Leute

Sandra Cegla zu Gast im SWR1 Leute

Heute war Sandra Cegla im SWR1 Leute zu Gast und hat mit Nicole K├Âster ├╝ber das Thema Stalking gesprochen. Im Mittelpunkt stand jedoch, wie Sandra Cegla von der Ermittlerin zur Gr├╝nderin von SOS-Stalking geworden ist und welche Erkenntnis zu ihrem Entschluss gef├╝hrt hat, die Polizeibeh├Ârde zu verlassen.

Gleichzeitig hat Sandra Cegla hier zum ersten Mal ├╝ber unsere neueste Innovation gesprochen: unseren Online-Kurs Erste Hilfe gegen Stalking. Er ist der erste Online-Selbsthilfekurs, den es gibt und er ist ab sofort f├╝r Sie verf├╝gbar. Hier erfahren Sie mehr dar├╝ber!

Hier k├Ânnen Sie mehr dar├╝ber und ├╝ber unsere weiteren Presseauftritte lesen.

Hier k├Ânnen Sie das Gespr├Ąch zwischen Sandra Cegla und Nicole K├Âster ansehen.

Bundesjustizministerin k├╝ndigt neuen Gesetzentwurf f├╝r Stalking an

Der Evaluierungsbericht des Bundesjustizministerium zum ┬ž 238 StGB, Nachstellung, ist da. Das Ergebnis ist wenig ├╝berraschend und dennoch ern├╝chternd: Es hat keine merklichen Verbesserungen hinsichtlich der Verurteilungen gegeben und in der Rechtspraxis bestehen weiterhin erhebliche Probleme.

In diesem Zusammenhang hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht angek├╝ndigt, dass Sie einen neuen Gesetzentwurf vorlegen wird. Die juristischen H├╝rden sollen abgebaut und die praktische Anwendung hinsichtlich tats├Ąchlicher Verurteilungen erleichtert werden.

So lautet der Gesetzestext des Nachstellungs-Paragraphen im Strafgesetzbuch aktuell:

┬ž 238 StGB, Nachstellung

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer einer anderen Person in einer Weise unbefugt nachstellt, die geeignet ist, deren Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeintr├Ąchtigen, indem er beharrlich

  1. die r├Ąumliche N├Ąhe dieser Person aufsucht,

2. unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder ├╝ber Dritte Kontakt zu dieser Person herzustellen versucht,

3. unter missbr├Ąuchlicher Verwendung von personenbezogenen Daten dieser Person

a) Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen f├╝r sie aufgibt oder

b) Dritte veranlasst, Kontakt mit ihr aufzunehmen, oder

4. diese Person mit der Verletzung von Leben, k├Ârperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit ihrer selbst, eines ihrer Angeh├Ârigen oder einer anderen ihr nahestehenden Person bedroht oder5.eine andere vergleichbare Handlung vornimmt.

(2) Auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu f├╝nf Jahren ist zu erkennen, wenn der T├Ąter das Opfer, einen Angeh├Ârigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahe stehende Person durch die Tat in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitssch├Ądigung bringt.

(3) Verursacht der T├Ąter durch die Tat den Tod des Opfers, eines Angeh├Ârigen des Opfers oder einer anderen dem Opfer nahe stehenden Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

(4) In den F├Ąllen des Absatzes 1 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbeh├Ârde wegen des besonderen ├Âffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen f├╝r geboten h├Ąlt.

M├Âgliche ├änderungen

In der Gerichtspraxis hat sich gezeigt, dass dass die Tatbestandsmerkmale „beharrlich“ und „schwerwiegend“ hohe H├╝rden darstellen. Sie sollen daher laut Christine Lambrecht durch „wiederholt“ und „nicht unerheblich“ ersetzt werden.

Der konkrete Gesetzentwurf soll in K├╝rze vorgelegt werden.

Das sagen wir dazu

Aus unserer Erfahrung heraus k├Ânnen wir sagen, dass Stalking ein hoch-psychologisches und komplexes Ph├Ąnomen ist. Es zeichnet sich nicht durch eine unverwechselbare Handlung aus. Bei einer K├Ârperverletzung beispielsweise ist der Handlungsrahmen klar umrissen und die Folge, z. B. ein blaues Auge, ist verh├Ąltnism├Ąssig eindeutig. Stalking hingegen kann durch eine Vielzahl von Handlungen ausgef├╝hrt werden, die teilweise noch nicht einmal unter Strafe stehen. Das macht das Ph├Ąnomen oft schwer greifbar und juristisch schwer objektivierbar.

Jeder Einzelfall zeigt ganz eigene Facetten und ist mit einer speziellen Dynamik behaftet. Wir haben daher verstanden, dass in der Stalking-Bek├Ąmpfung nur ein B├╝ndel an Ma├čnahmen und Schritten, die aufeinander abgestimmt sein m├╝ssen, sinnvoll sind. Nur so kann die aktive Gegenwehr ihre Wirkung entfalten. Die straf- und zivilrechtlichen M├Âglichkeiten, die wir in Deutschland haben, sind wichtige Bausteine in der Bek├Ąmpfung, oft aber allein nicht ausreichend und manchmal sogar kontraproduktiv.

Wir erwarten daher nicht, dass mit einem neuen Paragraphen alle F├Ąlle mit Leichtigkeit l├Âsbar sein werden, und doch sind wir fest davon ├╝berzeugt, dass diese Stellschrauben sehr hilfreich f├╝r die zuk├╝nftige Stalking-Intervention sein k├Ânnen.

Wir begr├╝├čen dieses Vorhaben daher sehr und sind gespannt auf den Gesetzentwurf!

Hier k├Ânnen Sie die Ergebnisse des Evaluierungsberichts vom Bundesjustizministerium nachlesen.

Sollten Sie selbst betroffen sein und nicht weiter wissen, dann k├Ânnen wir Ihnen unseren Online-Kurs Erste Hilfe gegen Stalking sehr ans Herz legen.